Die Keramikplatten inspirieren die Planer zu ausgesuchten Standeinrichtungen, die ebenso die Materie wie auch das Produkt kommunizieren, die Marke ebenso wie die Atmosphären der zu gestaltenden Räume. In dieser Umgebung, die einige der Grundsätze des Visual Marketing involviert, kann man sich umsehen, um zu verstehen, wie sehr es einer Marke gelingt, eine Erinnerung an sich zurückzulassen. Wie auf einem Messebesuch betrachten und kommentieren wir einige der Einrichtungen, die bei der Ausgabe 2010 des Cersaie präsentiert wurden, um zu verstehen, wie man anhand der unterschiedlichen Zurschaustellungen das Keramikprodukt vermitteln kann.
Iris hat den Raumgestaltungen Platz gelassen, verglaste Zimmer mit evozierenden Einrichtungen. Die Verkleidungen bedeckten Wände und Böden in einem optischen Kontinuum, das sowohl von Innen als auch von den Gängen wahrnehmbar ist. Anhand dieser optischen Lösung treffen die Verknüpfung zwischen dem industriellen Erzeugnis, oft mit dem Möbel kombiniert, und die keramische Forschung aufeinander und unterstützen sich gegenseitig und schaffen dabei einen optischen Kurzschluss, dem es gelingt, diese Verbindung untrennbar zu machen. Das Keramikprodukt wird so in den Augen des Planers zur Ergänzung bei der Gestaltung von Innenräumen. Der Stand wurde mit FMG geteilt. Das Unternehmen hat den Fabrikmarmor benutzt, um die auf die Gänge offenen Räume zu verkleiden. So wurden die Abstufungen des Steinmaterials in seiner industriellen Reproduzierbarkeit gezeigt. In diesem Fall verschmilzt die Verwendung des Feinsteinzeugs mit der Ausdruckskraft der Unternehmensforschung, da die Erkundung der Natur zu einem Element wird, das der Besucher in 3D begehen kann. In der Mitte steht ein Baum, zu sehen durch die Schlitze, die die Zimmer durchschneiden. Auf dem Baum kann man seine Gedanken hinterlassen kann, die der Nachhaltigkeit gewidmet sind, was auf der einen Seite Mensch und Natur nähert und auf der anderen Seite die ökologische Ader der beiden Unternehmen vereint. Das Ausstellungsspiel wurde hingegen von Eiffelgres interpretiert. Das Unternehmen hat die raue Oberfläche anhand ihrer Farben, ihrer Texturen und ihrer Formate sprechen lassen. Ein Raum, in dem die hellen Abstufungen nur durch keine dichte Farbtupfer unterbrochen wurden. Helle Wände mit Formatspielen, die als Zeichen der Modernität benutzt wurden, ein optischer Kniff, der es verstanden hat, die ganze Ausgesuchtheit des Autorendesigns zu erkunden, niemals reißerisch, sondern immer im Gleichgewicht zwischen dem Objekt, dem Raum und der Interpretationskapazität des Ortes. Also ein Zeugnis der Gestaltung, das die bereits konsolidierte Fähigkeit des „Produktmachens“ überholt, um dessen Ausdrucksstärke im Rahmen eines Projekts zu erkunden. Fianfìdre hat die eigene Corporate Identity verkörpert und dabei die Geselligkeit gewählt. Auf mit Keramik verkleideten Volumen standen Bildschirme, um das Produkt zu “lesen” und somit das Objekt Platte zu annullieren, um es dem breiten Angebot des Katalogs anzuvertrauen und den ganzen verfügbaren Platz der komplexen Kommunikation von ACTIVE Clean Air & Antibacterial CeramicTM zu überlassen – einem umweltaktiven und die Verschmutzung beseitigenden Keramikmaterial. Eine interessante Lösung, da sie die Aufmerksamkeit vom Produkt auf den Inhalt des Produkts lenkt, von der Körperlichkeit der Materie auf die Stofflosigkeit der Forschung, eine Entscheidung, die die Mitteilung des Unternehmens begünstigt hat, mehr als unzählige Keramikmodule. Ariostea hat hingegen alle seine Produkte in den Brennpunkt gestellt und dabei den Messeraum als einen reinen Körper verwendet, den es zu bedecken und zu erlaufen gilt. Dabei wurden die Farbtonunterschiede betont, die man bei Verwendung der gleichen Farbe, allerdings mit anderen Oberflächengestaltungen, erhalten kann: Poliert, halbglänzend, matt. Hier wurde den Zwischenräumen die Auflistung aller möglicher Abstufungen anvertraut, die man mit dem Werkstoff Keramik erhalten kann. Interessant ist ihre planerische Sanftheit bei der Verlegung einiger Holzoberflächen kombiniert mit Stein, wobei aus dieser Kombination der optische Anreiz für mögliche Entwürfe gemacht wurde. Gleichzeitig ist es dem Planer unbenommen, aus den Modulen im Katalog zu wählen. Anderer Ansicht ist Pocelaingres. Das Unternehmen hat das Produkt hinter grafischen Schaufenstern verschlossen bzw. hat von den Gängen aus die optische Kommunikation der Interaktion zwischen Firma und Planer, zwischen Firma und Umwelt sichtbar gelassen, um die Entdeckung des Produkts erst nach dem Betreten des Stands zu gestatten. Es ist interessant zu sehen, wie ein Unternehmen, das auf nordeuropäischem Gebiet arbeitet, optisch kommuniziert und dabei die Sprachbarrieren eliminiert hat, indem die Realisierungen das Zeugnis für es ausstellen. Die multimediale Unterstützung wurde in diesem Fall als dritte Phase der Unterhaltung des Besuchers verwendet, denn es handelte sich um Elemente, die so positioniert waren, um eine proxemische Beziehung mit dem Planer zu schaffen. Zum Schluss eine Bemerkung zu einem Unternehmen, das ein schwierigeres Produkt vorzustellen hatte: Technokolla. Hier war die Entscheidung auf das reine grafische Bild mit der Wiederholung des Markenzeichens gefallen, um der Marke mehr Glanz zu verleihen. Viele Tische, an denen man sich hinsetzen und miteinander reden kann, ein direkter beziehungsgebundener Ansatz, sehr konkret, als Antwort auf das Problem und dem es gelungen ist, die Dynamik der Firma und ihre Reaktionsschnelligkeit zu vermitteln. Man weiß ja, dass es die Verkleidungen gibt, aber man braucht auch jemanden, der sie verlegt und in dieser Phase braucht man Antworten.
Abschließend kann man sagen, dass es angenehm ist festzustellen, wie alle Unternehmen der gleichen Gruppe, die auf der Messe anwesend waren, eine präzise, individuelle Identität behalten haben, aber mit dem gleichen Qualitätsstandard.
www.granitifiandre.it
www.irisceramica.it
www.irisfmg.it
www.ariostea.it
www.eiffelgres.it
www.porcelaingres.com
www.technokolla.com

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Iris Ceramica
Granitifiandre
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