Die Farbe in der diskontinuierlichen Gestaltung
In der Diskontinuität, die wir in diesen letzten Jahren bezüglich der Bedeutung des Produkts, der Rolle des Designers, der Wechselwirkung zwischen Marketing, Mode und Technologie, der Suche nach einer ideologischen und ideologisierten Vergangenheit erleben, versuchen die keramischen Oberflächen, Antworten zu geben, indem sie die gestalterischen Fragen eine nach der anderen angehen, da auch diese intermittierend, unterbrochen und ohne Ordnung sind. Im Fall der Verkleidungsmodule will man diese Diskontinuität nicht als negative Auffassung des Entwurfes analysieren, sondern als Erfahrung, die nach dem Bruch der Ideologien kommt, die nunmehr in Konstellationen möglicher neuer fließender Ideen verwandelt werden.
Konzepte, die in der Lage sind, frei von einer Idee zur anderen zu fluktuieren, wie Ausdrucksformen des kreativen Akts. Ein industrielles Objekt, also auch eine Fliese, kann auf unendliche Weisen beobachtet, erzählt und gestaltet werden, man muss nur einen Ausgangspunkt fixieren und sich dann durch das Labyrinth der Wörter, des Machens und der fließenden Ideen wagen. Wie eine moderne Ariadne, die auf der Suche auf einem Weg hinaus ist.
Einen Ausgang findet man immer, aber dabei schlägt man nie den gleichen Weg ein, da Ideen und Konzepte ihre konsequente Logik verloren haben und diskontinuierlich geworden sind. Daher also die ganzen Unterschiede, die uns heute bei der Fertigung faszinieren und denen es gelingt, Wohnszenarios ohne eine definierte Zeitbindung heraufzubeschwören, da jeder Weg sich gleichzeitig in alle Zeitrichtungen bewegt und dabei jede mögliche Chronologie aufhebt. Was ist also mit dem Objekt geschehen? Ist es zur Schatztruhe aller möglichen Bedeutungen geworden, die der Markt, die Kritik, die Firma, die Mode, das Marketing usw. diesem verleihen? Jede Sache erscheint so voller Interpretationsmöglichkeiten, dass sie in ihrem Wesen an der Grenze der Leere ist bzw. wenn es alles gibt, dann gibt es auch das Nichts und es geht die Identität des Objekts selbst verloren um alle Persönlichkeiten anzunehmen, die von diesem verlangt werden. Man bewegt sich von der Industrialisierung, die das Handwerk imitiert zum Handwerk, das zu einer industriellen Ästhetik neigt, vom Verlagswesen hin zur Mode, die die Regeln wechselt wie die Kleider, hin zur kritischen Literatur, die an einer mittlerweile veralteten historischen Modernität verankert ist. In dieser neuen fluktuierenden, ungenauen und diskontinuierlichen Identität des Objekts reagiert die keramische Produktion anhand jener Elemente, die sie als solche definieren: die Materie, die Form und die Farbe, wobei sie mit ihrer Tradition verbunden bleibt und gleichzeitig ihre industriellen Fähigkeiten zeigt. In diesem Fall bietet es sich an, bei der Eigenschaft zu verweilen, welche die keramischen Module am Besten identifiziert: Die Farbe. Es gibt zwei Hauptmethoden, um die Farben zu erhalten: Das Färben der Oberfläche oder das Pigmentieren der Mischung. Im ersten Fall verknüpft sich die Tradition mit der industriellen Erfahrung, die den Grundton unverändert beibehält und wiederholte Dekorationen erarbeitet, die die Oberfläche variieren. Im zweiten Fall erzeugen das Objekt selbst und die Bewegungen der Textur die Farbänderungen Ton in Ton.
Diese beiden Ansatzpunkte neigen heute in einigen Fällen zur Interaktion, um neue Bedeutungen für das Objekt Fliese zu schaffen. Wenn man die Produkte betrachtet, versteht man besser, wie sehr die Farbe unter die Diskontinuität fällt, da es sich bei ihr um dem Fixpunkt handelt, vom dem ausgegangen wird, um den Weg zu interpretieren, der zur Schaffung eines neuen Moduls führt.
Die Serie FEEL von Iris Ceramica verwendet die Lackierung der Oberfläche mit einem glänzenden Aussehen und ruft dabei Hell-Dunkel-Spiele hervor, denen es gelingt, Dekoration und Entwurf zu integrieren und nicht nur das: Da sie sich an den industriellen Oberflächen der 70er Jahre inspirieren wird die Zeitgebundenheit des Objekts aufgehoben, das so zu vollem Recht unter die Produkte der neuen Diskontinuität fällt.
LASTANERA von Eiffelgres umfasst die gesamte Ausdruckskraft der Farbe in der Mischung und verleiht einem kompakten, chromatisch neutralen Modul Leben, das es schafft, die neuen Produktionstechniken zu erkunden. Ein Objekt als Ergebnis der Verbindung zwischen chromatischer Tradition, die sich am Stein inspiriert und der neuen Identität des Feinsteinzeugs. In diesem Fall gehören die Diskontinuitäten zum Übergang zwischen dem Ausgangspunkt, der Farbe des Schiefers und dem Ziel – industriell mit Rücksicht auf die Umweltauswirkungen gefertigte Platten.
Einen dritten Ausdrucksweg stellt Nature 2.0 von FMG dar, wo die Farben der Natur in der Mischung eingefangen werden, um daraus ein kompaktes und farblich wertvolles Modul zu machen. Jede Platte hat eine eigene Identität. Auch wenn die Töne der Pigmente in der durchgefärbten Fliese konstant gehalten werden, so liegt die Überraschung in der Wirkung der Oberfläche, welche die dekorative Tradition der natürlichen Oberfläche mit der industriellen Gestaltung der serienmäßig gefertigten individuellen Unterschiede vereint. Ein Beispiel der zeitlichen Diskontinuität und der Oberfläche, die vom Fabrikprodukt verliehen wird, das den Bruchstein reproduziert.
von Paolo Schianchi
PRODOTTI CITATI
FEEL di Iris Ceramica
Taste, Touch e Illusion sono le tre superfici che compongono questa collezione di rivestimenti in ceramica, proposta in 7 varianti di colore.
http://www.irisceramica.it
LASTRANERA di Eiffelgres
Lastranera è la perfetta riproduzione dell'ardesia naturale. Eiffelgres la propone nel rispetto delle usuali tecniche di lavorazione e metodologie di posa. Con formati, modularità, decori laserati, decori su rete, pezzi speciali che si prestano a nuovi scenari abitativi.
http://www.eiffelgres.it
NATURE 2.0 di FMG Fabbrica Marmi e Graniti
Grazie ad una ricerca scientifica e tecnologica avanzata, FMG Fabbrica Marmi e Graniti® costruisce pietre naturali in un'ampia gamma di lastre dai formati, spessori, varietà cromatiche e finiture in grado di soddisfare qualsiasi esigenza progettuale.
http://www.irisfmg.it









