16-05-2018

Mario Cucinella und Arcipelago Italia auf der Architekturbiennale von Venedig 2018

Shelley McNamara, Mario Cucinella Architects MCA, Yvonne Farrell,

Venezia, Italia,

Messen,

Biennale di Venezia, SpazioFMGperl'Architettura,

Anlässlich der Eröffnung der 16. Internationalen Architekturausstellung La Biennale di Venezia am 26. Mai werden auch die Länderpavillons vorgestellt und sicher gehört der italienische Pavillon, kuratiert vom Architekten Mario Cucinella, zu einem der wichtigsten.



Mario Cucinella und Arcipelago Italia auf der Architekturbiennale von Venedig 2018

Die Eröffnung der 16. Internationalen Architekturausstellung "FREESPACE", kuratiert von den Architektinnen Yvonne Farrell und Shelley McNamara für die Biennale von Venedig steht vor der Tür und ab dem 26. Mai kann man auch alle Länderpavillons besichtigen. Unter den wohl am meisten erwarteten verdient der italienische Pavillon einen Ehrenplatz, nicht nur wegen seiner Position als Gastland sondern auch weil “Arcipelago Italia”, das Projekt unter der Leitung des Architekten Mario Cucinella ein konkretes Beispiel dafür ist, wie die Architektur zu einem Instrument für den Aufschwung der italienischen Gebiete und von daher für die Zukunft der Bewohner sein kann.

Es war der Architekt Mario Cucinella selbst, der im SpazioFMGperl'Architettura erzählt hat, wie Arcipelago Italia entstanden ist und zwar anlässlich der ersten Veranstaltung von The Architects Series, dem neuen Format von The Plan für die Galerie und Showroom der Marken Iris Ceramica und FMG Fabbrica Marmi e Graniti von Iris Ceramica Group, (ein Extrakt des Treffens ist zu finden im Video der Vernissage).
Ausgelöst wurde das Projekt durch einen nationalen Aufruf, der den Stand der zeitgenössischen Architektur in Italien ans Licht brachte. Ein detailliertes Bild der Tätigkeit der Planer der ländlichen italienischen Gegenden, d.h. also der nicht zu den Großstädten und nicht zu den Küstengebieten gehörenden Landstriche, die 60% des Landes und ein Viertel der Bevölkerung ausmachen, die aber von den großen Eingriffen in den Metropolbereichen ausgeschlossen sind, wie Mario Cucinella betont.
Diese Gegenden im Landesinneren, die die gesamte italienische Halbinsel überqueren und in vielen Punkten mit von Erdbeben und hydrogeologischen Risiken betroffenen Regionen zusammenfallen, sind besonders fragil. “Aber es ist auch das Erbgut jenes Italiens, das aus tausend Gemeinden, kleinen Stadtstaaten jedem mit seiner großen Stärke und Identität geboren wurde/” (Mario Cucinella).
Der Aufruf war ein grundlegendes Instrument, um die Lage des Berufsstandes in Italien zu fotografieren. Die italienischen Architekten folgten der Einladung von Mario Cucinella mit über 500 Projekten. Eine Prüfung der eingereichten Projekte ergab, dass die Mehrzahl der beauftragten Projekte eher privatwirtschaftlichen Ursprungs ist und nicht von der öffentlichen Hand gefördert wurde und sich im Wesentlichen auf Wohnprojekte bezieht. Unter allen Bewerbern wurden etwa sechzig kleine Projekte ausgewählt, die gute architektonische Praktiken und Beziehungen zu ihren Standorten repräsentieren. In der Gestaltung des italienischen Pavillons sind die Projekte zu Etappen einer Reise geworden, die durch die Halbinsel führt und dabei ihr Binnenland entdeckt.

Der italienische Pavillon ist als eine Reise konzipiert. Ein von Someone srl und Studio Nicama mit Rai Cinema produzierter Dokufilm, leitet die Reise entlang des italienischen Archipels ein und erzählt die Geschichte der inneren Orte des Landes und deren möglichen Zukunft. Acht große Bücher, wie riesige Reiseführer, stellen die Reiserouten vor, auf denen man die Projekte der zeitgenössischen Architektur, die im nationalen Aufruf ausgewählt wurden, sowie die historischen Dörfer, Routen und Referenzinitiativen entdecken kann. Auf dieser Reise kommen wir zur Präsentation der fünf strategischen Bereiche, die für den Aufschwung der internen Territorien identifiziert wurden und im zweiten Raum zu sehen sind. Für diese Bereiche wurden fünf experimentelle Projekte von einem interdisziplinären Kollektiv entwickelt, das von Mario Cucinella ausgewählt und koordiniert wurde. In diesem Team finden wir Architekten, Stadtplaner, Experten für partizipative Planung, Fotografen, Vertreter lokaler Universitäten und andere Berater.
Die Barbagia mit der Ebene von Ottana, im Zentrum von Sardinien; das Tal des Belice mit Gibellina, in der Provinz von Trapani; Matera und das Tal des Basento; Camerino mit der Gegend Mittelitaliens, die vom Erdbeben im Jahr 2016 betroffen war, und der Park der Wälder des Casentino im toskanisch-emilianischen Appennin. Das sind die fünf von Mario Cucinella bestimmten Gegenden, um die Themen zu betonen, die der Architekt als besonders dringlich bezeichnet und dabei die Rolle der Architektur als konkretes Mittel für die Lancierung der Gebiete zeigt.

(Agnese Bifulco)

16.Mostra Internazionale di Architettura
26 maggio – 25 novembre 2018-02-17
a cura di Yvonne Farrell e Shelley McVamara
#BiennaleArchitettura2018

Padiglione Italia - Arcipelago Italia
Curatore: Mario Cucinella
Management e sponsorship: Giulia Floriani
Coordinatore di progetto: Irene Giglio
Ricerca e sviluppo: Valentina Porceddu, Valentina Torrente, Laura Zevi
Process development: Giuliana Maggio
Allestimento: Giovanni Sanna, Cecilia Perotti
Modelli: Yuri Costantini, Andrea Genovesi
Social Media: Alessia Ravaldi
Advisor del curatore: Mario Abis, Antonella Agnoli, Aldo Bonomi, Maurizio Carta, Luca De Biase, Roberta Franceschinelli, Alex Giordano, Ezio Micelli, Antonio Navarra, Fabio Renzi, Paolo Testa
Progetto grafico: ZUP
Comunicazione: PPAN
Ideazione e produzione video: Francesco Paolucci
Docufilm: Realizzato da Studio Nicama Prodotto da SOMEONE srl
Fotografie: Urban Reports
Catalogo: Quodlibet, Annex - Viaggio in Italia, Domus


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