09-02-2015

KTA Kadarik Tüür gestaltet das Institute of Physics alla University of Tartu (Estland)

Estland,

Projekte

Cemento,

Mit dem Projekt für das neue Physikinstitut an der Tartu University, hat das estländische Büro Kadarik Tüür Arhitektid OÜ in einem Bauwerk von starker Identität zuvor getrennte Institute und Labore vereint. Das Institute of Physics (Physicum) hat Fassaden aus mit Eisensulfit behandeltem Stahlbeton, auf der Suche nach einer farblichen Harmonie mit dem Umfeld des Campus.



KTA Kadarik Tüür gestaltet das Institute of Physics alla University of Tartu (Estland)

Das neue Physikinstitut der Universität Tarti heißt Physicum und wurde von Kadarik Tüür Arhitektid OÜ zusammen mit Kadri Tamme Sisearhitektuur OÜ und Stuudio Tallinn gestaltet. Diese drei estnischen Büros haben hier zusammen gearbeitet, um eine Architektur der Synthese zu schaffen, die zuvor an verschiedenen Stellen untergebrachte Institute und Labore vereint. 
Das Physikinstitut wurde am 25. August 2014 eingeweiht und steht am weitläufigen grünen Platz im Campus Maarjamõisa von Tartu und steht im Dialog mit dem neuen Tartu Health Care College, das 2011 nach einem Entwurf des Büros Kavakava realisiert wurde. Von diesem Bauwerk lässt sich das Physicum bezogen auf die Definition des Rhythmus und der Farbe der Fassaden inspirieren und versucht dabei, einen Dialog zu identifizieren, der aus den beiden optischen Momenten ein einziges urbanes System macht – eine kleine Stadt der Wissenschaft.

Die Verkleidung aus Backstein und die Taktung der hohen und schmalen Fenster des anliegenden Gebäudes werden im Institute of Physics weiter entwickelt. Das Betontragwerk wurde nämlich mit Eisensulfat behandelt, um einen erdigen Farbton zu erhalten, der durch die Vertäfelungen aus Corten unterstrichen wird, die hier als Verkleidung und als Brise-Soleil zum Einsatz kommen. Das Volumen gliedert sich in vier unterschiedlich hohe Blöcke, die einen geschlossenen Innenhof bilden. Nach außen hin sieht man vier Fassaden, die von einem Rastermuster markiert werden: Streifen auf der Höhe der verschiedenen Etagen zeichnen den Bock in der Horizontalen und moderne Bogenfenster verleihen dem Bauwerk einen vertikalen Schwung – für ein streng geometrisches Gesamtbild. 


Die Grundrisse der verschiedenen Stockwerke folgen einem rationalen Schema: die Räumlichkeiten blicken entweder nach Außen oder auf den Innenhof und die Zirkulation wird von einem zentralen Flur auf jeder Seite geregelt. In diesem Schema sind 14 Labor, zahlreiche und großzügige Aulen, Studierzimmer und zwei Konferenzsäle für insgesamt 300 Personen untergebracht.
Die vier Blöcke sind nach einem quadratischen Grundriss angeordnet und erinnern mit ihren unterschiedlichen Höhen an eine kleine Festung. Der Schwemme der parametrischen Formen, die mit Hilfe von BIM konzipiert werden, stellt Kadarik Tüür Arhitektid eine Vision der Architektur gegenüber, die nach Frontseiten und Grundrissen ausgerichtet ist und wo der Raum aus der Übereinstimmung zwischen den beiden Darstellungen entsteht.  Das Gebäude und seine räumlichen Entwicklung lassen sich eindeutig und sofort begreifen.

Mara Corradi

Projekt: Kadarik Tüür Arhitektid OÜ, Kadri Tamme Sisearhitektuur OÜ, Stuudio Tallinn 
Mitarbeiter: Villem Tomiste, Stuudio Tallinn, Reedik Poopuu, Katerina Veerde, Katrin Kapanen, Tanel Trepp, Maiu Hirtentreu, Margit Soome, Kaarel Käärman
Bauträger: University of Tartu
Ort: Tartu, Estonia
Tragwerksplanung: As Tari, Pikoprojekt Oü
Interior design: Kadri Tamme, Liis Mägi, Eeva Masso
Bruttonutzfläche: 12700 Quadratmeter
Planungsbeginn: 2009
Ende der Bauarbeiten: 2014
Bauunternehmen: Astlanda Ehitus OÜ
Betontragwerk
Verkleidung aus mit Eisensulfit behandelten Vertäfelungen und Corten
Zementfußböden
Bildnachweis: © Kaido Haagen

kta.ee
stuudiotallinn.ee


GALLERY


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