11-03-2015

Estudio Barozzi Viega gestaltet die neue Philharmonie Stettin

STUDIO, OMA,

Simon Menges,

Milano,

Theatres, SPA, Halle, Bar,

Pietra, Legno, Cemento, Vetro,

Die neue Philharmonie Stettin nach dem Entwurf des Architekturbüros Barozzi Viega aus Barcelona steht an der Stelle des alten Konzerthauses. Es handelt sich um eine Architektur mit ausgeprägter Identität, die bereits zu einem städtischen Alleinstellungszeichen geworden ist.



Estudio Barozzi Viega gestaltet die neue Philharmonie Stettin

Auf dem Grundstück des alten "Konzerthaus", das während des Zweiten Weltkriegs beschädigt und im Jahr 1962 endgültig abgerissen wurde, steht das Projekt nach dem Entwurf von Estudio Barozzi Viega, der den ausgelobten Wettbewerb 2007 gewonnen hat. Es handelt sich um ein ehrgeiziges Werk, das ein komplexes und technisches Thema wie das der Musik mit der Notwendigkeit verbindet, der Stadt eine gestalterische Lösung von starker Persönlichkeit zu bieten. Innengestaltung und Architekturentwurf haben sich hier überraschend in einem Gebäude gefunden, das sofort zu einer Landmarke geworden ist, denn sein Profil wird zum Klangraum für ein akkurates interne Layout und weil es so ganz anders aussieht, als der Rest des Zentrums der Hansestadt Stettin in Polen.

Das alte Konzerthaus stand also an der Ecke der Straßen Malopolska und Matejki, in einem vom neugotischen Kathedralen mit hohen Zinnen und eklektischen Gebäuden mit Stufentympanons charakterisierten Stadtzentrum. Die vertikale Prägung dieser Straßen ist so fest in der Erinnerung der Stadt Stettin verankert, dass sie in einem öffentlichen Bau unserer Tage zu finden ist. So müssen die “Türme” der Philharmonie Stettin interpretiert werden, die aus dem quadratischen Grundriss wachsen und sich bis auf die Höhe der anliegenden Gebäude entwickeln. Dieses anscheinend undurchdringliche, weiße, monolithische und kompakte Bauwerk, das beim Näherkommen, transparent, zusammengesetzt und ätherisch wird, wirkt wie eine moderne Festung. Was aus der Ferne die Aufmerksamkeit auf sich zieht, weil es dem Umfeld so fremd zu sein scheint, ist aus der Nähe eine Architektur aus Glas, deren durchscheinendes Aussehen sich im Dunkeln zeigt, wenn die Lichter innen angehen. Wie eine “riesige Laterne”, ist das Bauwerk eine Attraktion für alle Passanten und lädt zum Betreten ein, neugierig, was sich im Inneren verbergen mag. 


Beim Betreten des Innenraums wird man erneut überrascht, denn vom Haupteingang auf der Ul. Malopolska gelangt man in das Foyer, das sich über drei Stockwerke erhebt. Ein großer freier Raum, in dem sich der Kartenverkauf, ein Café und ein Museumsshop befinden. Das beeindruckende Äußere wird auch Innen bestätigt und von den Architekten als ein Raum interpretiert, der die formale Reinheit der verglasten Außenflächen bezogen auf die üppige Dekoration des Konzertsaals filtert. Außer einem Kammerkonzertsaal mit 192 Sitzplätzen gibt es auch den Symphonie-Saal, dessen Holzwände mit Blattgold dekoriert sind. Eine Konzession an den Prunk der renommiertesten europäischen Philharmonien, wie der Goldene Saal des Musikvereins von Wien oder der Scala in Mailand. Der letzte Stock ist eine Ausstellungsgalerie. Die beiden Kellergeschosse beherbergen Tiefgaragen und Technikräume. Alle Anlagen wurden in der doppelten Umfangshaut versteckt, die die akustische und thermische Dämmung der Säle bildet.
Die Philharmonie Stettin wurde am 5. September 2014 mit einem feierlichen Konzert in Anwesenheit des polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski eröffnet.

Mara Corradi

Entwurf: Barozzi Viega (Fabrizio Barozzi, Alberto Veiga )
Projektleitung:Pieter Janssens, Agnieszka Samsel 
Mitarbeiter: Marta Grządziel, Isak Mayor, Petra Jossen, Cristina Lucena, Cristina Porta, Ruben Sousa
Local architect: STUDIO A4, Jacek Lenart 
Bauträger: City of Szczecin
Ort: Małopolska 48, Szczecin (Polen) 
Tragwerksplanung: BOMA S.L., FORT POLSKA
Akustik: ARAU ACUSTICA 
Bruttonutzfläche: 13000 Quadratmeter
Grundstücksgröße: 3800 Quadratmeter
Wettbewerb: 2007
Planungsbeginn: 2009
Ende der Bauarbeiten: 2014
Bauunternehmen: GLA Engineering, ELSECO, ANOCHE Iluminación Arquitectónica 
Glasfassaden: FERRÉS ARQUITECTOS Y CONSULTORES 
Stahldach 
Struktur aus Beton, Stahl und Glas
Bildnachweis: © Simon Menges

www.barozziveiga.com
vimeo.com/95839036
Historisches Bild aus http://szczecin.fotopolska.eu/490051,foto.html


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