06-05-2015

El Equipo Mazzanti Giancarlo Mazzanti e Carlos Medellín, intervista

Paolo Schianchi, El Equipo Mazzanti,

Projekte

El Equipo Mazzanti (Giancarlo Mazzanti und Carlos Medellín) sprechen mit uns über Architektur als Mittel des sozialen Wandels. El Equipo Mazzanti sieht in der Architektur in Kolumbien ein Szenario, um gesellschaftliche Integration zu schaffen.



El Equipo Mazzanti Giancarlo Mazzanti e Carlos Medellín, intervista

Bei Eurem Beitrag für das Buch “Architecture on the Web. A Critical Approach to Communication”, herausgegeben von Paolo Schianchi, habt Ihr zum Thema der geteilten Kenntnis im Zeitalter des Internet gesprochen. Wie und warum kann die Verbindung mit vielen Aspekten des täglichen Lebens von uns allen die Architektur anregen und verändern?
Wenn wir die Stadt als einen Katalysator komplexer kulturellen Dynamiken anerkennen, die in der sozialen Praxis verankert sind, wie die Interaktionen, die Anerkennung der Normen, die Bildung von Netzwerken, die Schaffung einer kollektiven Erinnerung und zahlreiche Erfahrungen, Symbole und kreative Vermittlung geteilter Bedeutung, dann können wir die in dieser vorhandenen nicht fachspezifischen Lernfaktoren verstehen.

Wir haben schon immer die Rolle untersucht, die die Architektur unter den aktuellen Bedingungen ausübt und ihre Fähigkeit, ein Mittel des sozialen Wandels zu sein. Wir betrachten die Architektur nicht nur als sie selbst, sondern auch im Hinblick auf die sozialen Auswirkungen, die sie verursachen kann. 

Von daher also die Überzeugung, dass die Architektur aus Dynamiken besteht – Dialogen zwischen dem architektonischen Werk, den Personen und dem Gebäude oder einem Szenario, in dem die Menschen sich treffen und miteinander interagieren – was sie direkt mit dem Prozess des Teilens von Information verbindet.

Die Veränderungen bei der Art der Informationsübertragung anhand des Stroms der digitalen Daten hat erheblich auf die Art und Weise gewirkt, in der wir diese beiden Dinge miteinander korrelieren und wie diese kulturellen Austausche in unserer Gesellschaft stattfinden, mit eindeutigen Auswirkungen auf den öffentlichen Raum und die Architektur. Die Art und Weise, in der wir den Raum nutzen, betrifft heute nicht nur die körperliche Sphäre, denn es gibt einen starken virtuellen Raum, den wir verstehen und nutzen müssen.


Eure Projekte zeichnen sich oft durch den gegliederten Grundriss aus, der aus Verbindungen zwischen Volumen und zentralen Plätzen besteht, die gemeinsam genutzt werden. Es handelt sich um eine Architektur, die die soziokulturellen Verhältnisse verbessern will. Könnt Ihr uns erklären, was diese Architektur der Integration ist, die ihr und andere kolumbianische Architekten eingeführt habt? 

Im spezifischen kolumbianischen Kontext ist die Architektur ein Beispiel dafür, wie Politik und Infrastrukturen gemeinsam dazu beitragen können, soziale Integration und physische Veränderungen zu erreichen. Wir arbeiten mit minimalen Mitteln und Ressourcen, um architektonische Ergebnisse zu erzielen, die Gemeinschaft schaffen. 

Als Planer, die in einem solchen Umfeld arbeiten, müssen wir versuchen, die Phänomene zu verstehen, die die lateinamerikanischen Stadt bilden. Unsere Projekte versuchen von daher, eine Architektur zu erzeugen, die mehr mit weniger schafft, im Rahmen eines Lernprozesses, der dem aktuellen sozioökonomischen Moment angemessen ist. Insbesondere ist es grundlegend, dass man die Rolle der Gebäude als Mechanismen für die Schaffung der Gemeinschaft und des Zusammenhalts erkennt und dass man dann auf diese Weise neue Beziehungen und Verhaltensweisen in der Gemeinschaft ermutigen kann, auf der Suche nach mehr Selbstbewusstsein und dabei die öffentliche Infrastruktur als ein erkämpftes Recht neu definiert. 
Es geht darum, leere Räume zu lassen, die bereit sind, um von den Menschen gefüllt und umarmt zu werden.

www.elequipodemazzanti.com


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