12-02-2016

Bilbao: Architektur, Nachhaltigkeit und Star-Architekten

Reiseroute

Der Stadtverwaltung von Bilbao ist es in zwei Jahrzehnten gelungen, ein präzises Erneuerungsprojekt für die Stadt umzusetzen, architektonische Eingriffe von großer Reichweite zu koordinieren und auf diese Weise die Stadt im Baskenland in eine der wichtigsten Touristenattraktionen Spaniens zu verwandeln.



Bilbao: Architektur, Nachhaltigkeit und Star-Architekten

Chronik eines angekündigten Erfolgs. Die Qualität der offenen Räume, der effiziente öffentliche Personennahverkehr mit einer ökologischen Straßenbahn, die auf einer grünen Wiese fährt und mit der doppelten U-Bahnlinie, die die gesamte Stadt verbindet und zum Meer führt, die Umnutzung der Räume nach dem Verlust ihrer primären Funktion und die Wiederherstellung der Beziehung mit dem Fluss sind die Elemente des DNA der neuen Stadt Bilbao. Der Stadtverwaltung von Bilbao ist es in zwei Jahrzehnten gelungen, ein Erneuerungsprojekt für die Stadt umzusetzen, architektonische Eingriffe von großer Reichweite zu koordinieren, welche Bilbao in eine der wichtigsten Touristenattraktionen Spaniens verwandelt haben.
Wir besuchen die Stadt Bilbao und benutzen dabei den ÖPNV, vor allem dieU-Bahn deren Bahnhöfe vom Architekten Norman Foster gestaltet wurden. Die besonderen Strukturen der Eingänge sind aus großen Stahlrohren und Glas und scheinen aus dem Untergrund zu wachsen. Die baskische Bevölkerung nennt sie “fosteritos” – zu Ehren des Architekten. Der Eingang der Haltestelle Sarriko unterscheidet sich von den anderen und hat im Jahr 1998d den Preis Brunel für Eisenbahngestaltung gewonnen. Der große Glasbogen, der den gesamten Bahnhof das Tageslicht liefert und die lange Rolltreppe, mit der man von der Straße aus nach unten fährt, machen Sarriko zu einer echten Besonderheit.


Guggenheim Museum_ Frank Gehry
Das Guggenheim Museum von Bilbao ist ein allgemein anerkannter Erfolg. Die Skulptur des Architekten Frank Gehry steht nun schon seit 19 Jahren und hat mit ihren 33.000 Titanschuppen die Besucher aus aller Welt erobert und sich dabei als eine der bedeutendsten und beim Publikum bekanntesten Bauwerke qualifiziert. Man muss hierbei nur erwähnen, dass sich die 1997 begonnene Operation bereits in einem Jahr ausgezahlt hatte. Das Guggenheim ist ein architektonisches Juwel und gilt als einer der spektakulärsten Bauten des Dekonstruktivismus. Von Außen eine Folge silberfarbener und mit Titan, Stein und Kristall verkleideter Kurven, erinnert es manchmal an ein Schiff oder auch an eine Blume.
Heute aber basiert die wahre Kraft der baskischen Stadt nicht in dieser Landmarke, sondern vielmehr in der strategischen Kapazität ihrer Politiker und Stadtplaner bei der Umgestaltung einer Stadt, die von Stahlwerken und Containern im Fluss- und Industriehafen erdrückt wurde in eine Stadt mit einer neuen Berufung als touristischer und kultureller Anziehungsmagnet im menschlichen Maßstab.

Alhóndiga_ Philippe Starck
Ein ehemaliges Lager für Öl, Liköre und Wein. Ein modernistisches Gebäude aus rotem und unverputztem Backstein, Eisen und Stahlbeton, das im Jahr 1909 vom Architekten Ricardo Bastida erbaut wurde. Nach Jahren des Leerstands hat es der Designer Philippe Starck in ein Kulturzentrum und öffentlichen Raum umgestaltet. Einzigartig und originell befinden sich im Inneren des Bauwerks eine Turnhalle, ein Schwimmbad mit transparentem Boden, eine multimediale Bibliothek, ein Kino-Zentrum, ein Ausstellungsbereich, der auch für Events genutzt werden kann sowie ein Theater und ein Auditorium für 400 Zuschauer. Ein regelrechter Treffpunkt mit seinen 43 Säulen, die von Philippe Starck als Repräsentation der Weltkulturen zu allen Zeiten geschaffen wurden. Eine anders als die andere bezogen auf Stil, Form und Material, hat Philippe Starck den italienischen Bühnenbildner Lorenzo Baraldi zur Gestaltung der Säulen gerufen und diesen mit der Suche nach Handwerkern beauftragt, die noch in der Lage waren, Werke aus Bronze, Stahl, lasierter Terrakotte, Backstein, Holz, Beton und Stein aus Lecce zu schaffen.
Ein ganz anderer Ansatz an die Architektur, wenn man das Alhóndiga mit dem Guggenheim vergleicht, denn hier wird bewusst auf das Wunder verzichtet, um die Gefühle der Benutzer auf eine zurückhaltendere Weise anzuregen. Philippe Starck setzt den überschwänglichen und faszinierenden Formen des Museums Guggenheim einen nüchternen und bemessenen Vorschlag entgegen und bevorzugt dabei der kühlen Präzision des Titans Oberflächen mit einem essentiellen Look, die brutal industriell sind. Mit diesen realisiert er eine Architektur im Dienste des Menschen, ein Behältnis für den Alltag, das sich im Laufe der Zeit entwickelt. Ein Ort, der laut Aussagen von Philippe Starck,“für das Leben entworfen wurde.”

Der spanische Architekt Santiago Calatrava ist nicht nur der Gestalter des neuen Flughafenterminals von Bilbao sondern auch der Urheber der berühmten “Fußgängerbrücke Puente Zubizuri, auch bekannt unter dem Namen Puente Peatonal del Campo de Volantín. Diese Brücke verbindet den Stadtteil Campo de Volantín, am rechten Rand des Nervión, mit dem Paseo de Uribitarte. Die charakteristische Harfenform, der Glasboden, die weiße Farbe sind die Elemente, die die Brück zu einem wichtigen Beispiel der Gegenwartsarchitektur machen... und zu einem der wohl beeindruckendsten Orte der Stadt.


Isozaki Towers_ Arata Isozaki
Isozaki Atea ("Isozaki Tor") befindet sich im Park des ehemaligen Zolllagers von Bilboa. Eine Einrichtung, die im Jahr 1918 als Transit für die internationalen Handelswaren konzipiert wurde. Der japanische Architekt Arata Isozaki hat ein Stadttor für das 21. Jahrhundert gestalten wollen, um die Gegend von Ensanche mit dem Fluss zu verbinden. Dieses Tor besteht aus 2 83 Meter hohen Zwillingstürmen mit 23 Etagen und fünf Gebäuden, die zwischen 6 und 8 Stockwerke hoch sind. Nicht zu vergessen auch die große Treppe, eine Nachbildung der römischen Treppe von Bilbao.

Casa Montero
In der Alameda Recalde gelegen und zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom ArchitektenLuis Aladren entworfen, ist dieser Bau aufgrund seines charakteristischen Aussehens, das an die Konstruktionen des katalanischen Architekten Antonio Gaudì erinnert, im Volksmund als La Casa Gaudí, bekannt. Es ist das einzige Beispiel des Modernismus in der Stadt Bilbao, das Wohnzwecken dient. Sehr schön sind die Dekorationen aus Beton, mit denen die Balkone und Veranden verziert sind. Das Bauwerk wurde zu einem kunsthistorischen Denkmal erklärt.

Artklass Building
Das Gebäude ist das Resultat einer engen Zusammenarbeit des Archiekturbüros Robert Krier und Marc Breitman. Das Artklass-Wohnhaus steht in der Gegend der neu erschlossenen Grundstücke am Flussufer und nicht weit vom aktuellen Stadtzentrum. Ein Ort, den die Bewohner von Bilbao besonders lieben und wo der Park Doña Casilda liegt. Die Attraktion der Architektur sind die grünen und vergoldeten Kuppen, die den oberen Teil des Gebäudes kennzeichnen, das sich mit 180 Wohnungen auf 8 Stockwerken auf 45.000 Quadratmeter erstreckt und einen sich in sechs Richtungen entwickelnden Block belegt. Der Architekt und Bildhauer Robert Krier hat 36 Skulpturen realisiert, von denen 31 an der gotischen Fassade stehen. Ziel des Architekten Krier war es, den traditionellen Stil der Häuser von Ensanche aufleben zu lassen, ohne dabei die Modernität zu verlieren.

Iberdrola-Hochhaus
Der Turm Iberdrola ist ein vom Architekten Cesar Pelli entworfener Wolkenkratzer und der Bezugspunkt für die Finanz- und Geschäftswelt von Bilboa. Ein integriertes Werk zwischen Architektur, Kunst, Design, Technologie und Nachhaltigkeit. Der Turm wurde als Sitz des Energieversorgers Iberdrola erbaut und ist das höchste Gebäude der Stadt Bilbao. Cesar Pelli zeichnet sich durch die Eleganz und die Nüchternheit der Linien aus und durch die Art und Weise, auf die er bei seinen Bauten Glas, Travertin und Metall kombiniert. Das Iberdrola-Hochhaus ist das erste Hochhaus in Europa mit der Zertifizierung LEED Platinum. Dabei handelt es sich um die höchste Stufe für nachhaltige Gestaltung, die vom US Green Building Council verliehen wird.

Cintya Concari


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